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Eine der ältesten Traditionen der Zofingia ist sicherlich die Zugerfahrt. Traditionell wandern die Sektionen Zürich, Luzern und Aarau nach Zug. Aber das spezielle daran ist, dass man dies nicht bei Tageslicht, sondern während der Nacht tut. Natürlich regnete es an dieser Zugerfahrt nur einmal, nämlich die ganze Nacht. So wandert die Zofingia Luzern von Küssnacht a.R., nach Immensee, Risch, Buonas, Cham und Steinhausen / ZG wo man schlussendlich von den Zuger AZ zum Morgenessen eingeladen wurde. Soviel dazu. Man traf sich also zuerst im Restaurant Rütli in Luzern und ass zu Abend und bereitete noch ein paar Kleinigkeiten vor. Nachdem alle gestärkt waren nahmen die 8 anwesenden Luzerner den Zug nach Küssnacht a.R. von dort ging es nicht lange, bis man in die erste Beiz einkehrte und die bereits nassen Knochen bei einem Tee oder Kaffee aufwärmte. Nachdem man halbwegs wieder trocken war und die anwesenden sonstigen Gäste mit Studentenliedern erfreut hatte, ging es einige Kilometer weiter in die nächste Beiz. Mit Freuden durfte die Wandertruppe dort den Sieg der Schweizer Eishockey Nationalmannschaft gegen die Kanadier verfolgen, ehe es weiter ging. Hier hatte Zahnfee eine Überraschung für uns parat. Der nächste Zwischenhalt war keine normale Beiz, sonder das Tanzhaus in Küssnacht. Die Begeisterungsstürme blieben grösstenteils aus und die meisten ertrugen die Schlagermusik mit stoischer Miene, während sie die aufsteigenden Bläschen in ihrem Bier zählten. Andere wiederum nutzten die Abwechslung und feierten. Nach einer guten Stunde ging man weiter. Ab diesem Zeitpunkt hatte keine weitere Beiz seine Pforten geöffnet und so blieb nur der mitgeschleppte Zwipf. Es wurden Fackeln entzündet und Studentenlieder gesungen. Ein Höhepunkt der Nacht war sicherlich um 24 Uhr La Messe und das darauf folgende eintrinken des Casquettes von Kampflinte, wobei seine ganze Bierfamilie mithelfen durfte.
Nach einigen weiteren Kilometern, Liedern und Regen kam man dann bei der Zwischenstation an. Es wurde in einer Scheune im Stroh übernachtet und so mancher freute sich so richtig darüber, seine nassen Kleider aufhängen und sich im trockenen Stroh in den warmen Schlafsack kuscheln zu können. Am nächsten Morgen, mit viel zu wenig Schlaf und dementsprechender Laune, machte man sich nach einem kurzen Vor-Frühstück, welches aus Milch frisch ab der Kuh bestand, weiter nach Steinhausen. Die letzten Kilometer kamen manchen ewig vor, vor allem, da die Wanderwegtafeln scheinbar immer dieselbe Kilometeranzahl anzuzeigen schienen. Schlussendlich kam man Müde, nass, aber glücklich am Treffpunkt an. Dort Frühstückten wir gemütlich und unterhielten uns mit den AZ und den Zürchern über die Zugerfahrt, bevor sich die einzelnen Zofinger nach und nach auf den nachhause weg machten. Es bleibt sicherlich einer der denkwürdigsten Anlässe, die man als Zofinger besuchen kann.
Bis zur nächsten Zugerfahrt. Hoffen wir mal, dass Wetter ist nächstes Mal besser. Obwohl, irgendwie machte der Regen das Ganze noch ein wenig spezieller.
  
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